Eingerahmt wird das Gespräch durch neun Artikel der Autorin Chiara Giannini, die das Phänomen Salvini im Heute der italienischen Gesellschaft beschreibt, erklärt und auf wesentliche Nenner bringt. Ein Vorwort von Eberhard Straub und Wulf Wagner nähert sich der metapolitischen Gestalt Salvini hinsichtlich ihrer Bedeutung für Deutschland.
«Die Entwicklungen in Italien bleiben spannend. Wer sie verstehen will, kommt an diesem Band nicht vorbei.» Junge Freiheit
Der gesunde Menschenverstand sitzt in Italiens Innenministerium
Bis Rom mußte ich fahren, um in dem winzigen Buchladen „La Testa di Ferro“, in einer Gasse nahe der berühmten Santa Maria Maggiore, das Buch zu ergattern. In Palermo war es in den Buchhandelsketten La Feltrinelli wie Mondadori nicht vorhanden, und auch in Rom fand ich es in diesen nicht. Greta Thunbergs oder Madeleine Albrights Bücher stapeln sich, aber „Io sono Matteo Salvini“, der Interviewband mit dem Innenminister Italiens, liegt in den großen Buchhandlungen des Landes nicht aus. Nicht daß er schon vergriffen wäre, nein, die dritte Auflage ist gerade gedruckt. Doch das Buch wird seit der Internationalen Buchmesse in Turin Anfang Mai 2019 boykottiert, denn es ist nicht etwa in einem der großen Verlage erschienen, sondern bei der 2018 gegründeten Edition Altaforte. Diese aber steht der Bewegung Casa Pound nahe. An jenem Wochenende im Mai wollte man mit einem bereits beachtlichen Programm und dem druckfrischen Band „des meist diskutierten Mannes Europas“ erstmals auf der Messe vertreten sein. Doch dann bekam auch Italien seinen Buchmesseskandal, Widerstand regte sich, es kam zur Ausschließung.

























