Beitragsbild. Palmyra Baaltempel, Bild Wikipedia, Jerzy Strzelecki, Bildlizenz: CC BY-SA 3.0, BAalfigurine im Vordergrund

Baaltore und die moderne Hure Babylon – geht’s zurück ins Mit­tel­alter? (Teil 2)

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Ellen Michels im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. In diesem zweiten Teil von „Baaltore und die moderne Hure Babylon“ geht es um das Gött­liche im Men­schen und die Frage der Herr­schaft der Welt. Und die Dis­krepanz zwi­schen den Ver­spre­chungen an die Menschheit und die Tat­sachen, die Mani­pu­lation und ererbte Schuld.

Das Alte Tes­tament betont immer wieder den Gegensatz zwi­schen dem wahren Gott, der seine Pro­pheten in die Welt schickt, um die Men­schen auf­zu­rütteln und ihnen des Weg zu weisen – und Gottes Wider­sacher: dem Baal, dem „Götzen“. Die furcht­losen Pro­pheten Gottes und ihre Ermah­nungen und Bot­schaften des wahren Gottes werden heute immer noch von der Kirche zitiert. Doch genau das, was die Pro­pheten ver­dammten, und wovor sie warnten, wird heute von Kirche, Staat und allen großen Mächten prak­ti­ziert. Unter der Maske des Chris­tentums und anderer Reli­gionen, ist Baal der wahre Herr­scher. Die Mitra der katho­li­schen Bischöfe soll von dem Hut des baby­lo­ni­schen, fisch­ge­stal­tigen Gottes Dogon, dem Vatergott Baals stammen.

Der Name „Baal“ ist nur eine von vielen Schreib­weisen der Völker im Nahen und Mitt­leren Osten (Baulu, Bel, Bhaal, Bael, Baël (fran­zö­sisch), Baell, Ba’al). Es bedeutet „Herr, Meister, Besitzer, Ehemann, König oder Gott. Dieser Bestandteil steckt in vielen Namen und Bezeich­nungen, wie z.B. im Namen „Han­nibal“ (Ehre sei Gott) und Bal­thasar (Gott ist gnädig) oder als „Bel“ im König­namen „Bel­sazar“ und in der Bezeichnung für den Teufel „Beel­zebub“ (von Baal-Sebub, „Herr der Fliegen“). Baal wird als „Götze“ bezeichnet. Damit wird zum Aus­druck gebracht, daß er nicht Gott ist, sondern eine von den Men­schen gedachte, gott­ähn­liche Entität. Doch das heißt nicht, daß es ihn nicht gibt. Er ist ein Archetyp, den es in allen Kul­turen und seit Men­schen­ge­denken gibt. So ein Got­tesbild oder Götze mag von den Men­schen zuge­dachte Attribute erhalten, aber das Prinzip dieser Entität exis­tiert. Das „Göt­zenbild“ ist eine Art „Tor“ für sehr wohl exis­tie­rende Mächte und Kräfte in das Bewußtsein, die Seele und das Herz der Men­schen, und diese Kräfte sind wirksam und über­haupt nicht harmlos. Ent­spre­chend dem dunklen Bild des Baal, wirken auch auch dunkle Kräfte durch ihn. Er wird in alten Dar­stel­lungen als mensch­licher Mann mit dem Kopf eines Bullen dar­ge­stellt, oft mit einem Kind als Opfer im Arm.

Im Namen des (Ab-)Gottes Baal wurden seit Urzeiten die Völker unter­worfen und in Angst und Schrecken gehalten. In seinem Namen wurden Men­schen­opfer gebracht und gemordet. Er war der „Herr der Welt“ – des Mate­ria­lis­ti­schen, Dies­sei­tigen. Ein Widerhall davon findet sich in der Bibel, als Jesus in der Nacht vor seiner Aus­lie­ferung zum Kreu­zestod vom Teufel (Beel­zebub) in Ver­su­chung geführt wird: Er bietet Jesus an, ihm die Welt zu Füßen zu legen und die Mög­lichkeit, sich von Gott los­zu­sagen und den Lei­den­skelch an sich ver­über­gehen zu lassen. Er deutet auf die Welt unterhalb des Hügels und sagt zu Jesus „Dies alles ist mir untertan“.

Dieses Ver­sprechen auf die Macht über die Welt ist heute noch das „Lock­an­gebot“ der dunklen Macht, und es wird ange­nommen. Die sata­ni­schen Rituale, die Gegen­stand der ersten Folge von „Baal­store und die moderne Hure Babylon“ sind, wie die Dunklen Rituale der wirklich mäch­tigen dieser Welt,  der Illu­mi­naten, die Ein­weihung des St. Gott­hardts­tunnels, die Auf­stellung der Repliken des Baal­store in London, New York und anderen Städten, die Gestaltung des Flug­hafens von Boston und Musik­videos von Katy Perry oder Madonna „Illu­minati“, Lady Gagas Werbung für das Parfum „Fame“, Macht­de­mons­tra­tionen der herr­schenden Klasse, und unver­hohlene Hin­weise darauf, wer im Namen dieses Herrn der Welt, Baal, die Welt regiert. Daß die Kirche dabei nicht ein­schreitet, ist aus den oben genannten Gründen kein Wunder, wie Ellen Michels darlegt.

Die Men­schen sehen all das, viele schreiben darüber, sagt Ellen Michels. Man weiß, daß da immer mehr und immer schlimmer Dinge in die voll­kommen falsche Richtung läuft, daß die dunklen Mächte Krieg, Ver­derben, Unter­drü­ckung und Böses immer gewalt­tä­tiger und bös­ar­tiger in die Welt bringen – bis in Par­füm­werbung. Doch – warum wehren sich die Men­schen nicht, warum können sie nicht ins Handeln kommen? fragt Ellen Michels.

Gleich­zeitig bemühen sich viele Men­schen doch, ihr Bewußtsein auf eine höhere Ebene zu bringen, den gött­lichen Funken in sich zu ent­fachen. Und genau das, dieses Gött­liche in uns ist das, gegen das die dunklen Mächte Krieg führen. Wir sollen nicht in dieses höhere, dem Men­schen inne­woh­nende Bewußtsein kommen. Sie wollen unsere gött­liche Energie als Res­source, sagt Ellen Michels. Und Furcht, Sorge und Angst öffnet die Baal­store für die dunklen Mächte in jedem von uns.

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