In FrankÂreich entÂsteht im 12. JahrÂhundert ein auĂźerÂgeÂwöhnÂlicher ArchiÂtekÂturstil, der den gesamten KirÂchenbau revoÂluÂtioÂnieren sollte: die Gotik.
KatheÂdralen streben in die Höhe, Licht durchÂflutet ihre InnenÂräume durch bunte Fenster. Die BauÂmeister der Gotik waren UniÂverÂsalÂgenies, die ĂĽber ein enormes Wissen verfĂĽgten.
Sie waren Meister der BauÂkunst, aber auch der Physik, MatheÂmatik und Chemie – und Träger von Wissen, das sie geheim hielten. Von Frank Schwede
RipÂpenÂgeÂwölbe, SpitzÂbogen und StreÂbeÂpfeiler werden im 12. JahrÂhundert zum fixen Bestandteil des gotiÂschen ForÂmenÂkanons. Vor allem die LichtÂmystik inspiÂriert BauÂmeister dazu, groĂźÂfläÂchige Fenster einÂzuÂbauen, die InnenÂräume erhellen und den Besuch der KatheÂdrale zu einem erhelÂlenden Erlebnis machen. Bis heute ist uns die KatheÂdrale ein Mysterium.

AusÂgehend von FrankÂreich verÂbreitet sich die Gotik rasch in ganz Europa. In nahezu allen groĂźen Städten des MitÂtelÂalters finden sich entÂspreÂchende BeiÂspiele des neuen, geheimÂnisÂvollen Stils, so wird beiÂspielsÂweise in Wien der SteÂphansdom zum WahrÂzeichen der Stadt.
Das vielÂleicht beeinÂdruÂckendste Bauwerk ist die KatheÂdrale von Chartres: GegenĂĽber fast allen anderen gotiÂschen Bauten weist sie eine BesonÂderheit auf: Sie wurde zwiÂschen den Jahren 1194 und 1220 mit einem ausÂgeÂsprochen knappen Budget und ohne jedes moderne HilfsÂmittel geradezu in Rekordzeit von nur 26 Jahren vollÂendet, weshalb es nach Meinung von Experten kaum StilÂverÂfälÂschungen gibt.
Die KatheÂdrale von Chartres mit ihren verÂborÂgenen BotÂschaften, Rätseln und GeheimÂnissen, ist ein Bauwerk, das seine Besucher sprachlos zurĂĽckÂlässt. Der US-ameÂriÂkaÂnische Autor FreÂderick Dodson schreibt in seinem 2014 erschienen Buch „Hidden ReaÂlities“, dass die KatheÂdrale nach den sieben Chakren angelegt wurde. (Geheime Orte der Kirche – streng geschĂĽtzt, streng verÂboten (Video))
Besucher betreten das GotÂteshaus durch das KönigsÂportal und stehen zunächst verÂblĂĽfft vor einem rieÂsigen LabyÂrinth, das aus 273 SteinÂplatten besteht – genau die gleiche Anzahl an Tagen, die ein Embryo vor der Geburt im MutÂterleib verbringt.
Die KatheÂdrale von Chartres, wie auch viele andere, symÂboÂliÂsiert den menschÂlichen Körper, und das LabyÂrinth liegt genau im Zentrum der Brust oder des Herzens. Folgt man dem Herzen, gelangt man auf einen spiÂralÂförmig nach oben fĂĽhÂrenden Pfad.
Wer zur Mitte des LabyÂrinths will, muss eine Strecke von 261,5 Metern zurĂĽckÂlegen – und niemand muss Angst haben, sich zu verÂirren, denn jeder kommt ans Ziel.
Das Chartres-LabyÂrinth ist, wie das TroÂjaborg-LabyÂrinth, ein sogeÂnanntes Einweg-LabyÂrinth. Das heiĂźt, man hat alle Wege des LabyÂrinths beschritten, wenn man das Ziel in der Mitte erreicht hat.
Der EinÂfluss der HeiÂligen Geometrie
Das LabyÂrinth ist ein altes, klasÂsiÂsches Muster, das aus dem MitÂtelÂalter stammt. In mehÂreren franÂzöÂsiÂschen KatheÂdralen taucht es in unterÂschiedÂlichen ZusamÂmenÂhängen auf – doch das auf dem Boden der KatheÂdrale von Chartres ist nicht nur das bekannÂteste, sondern gleichÂzeitig auch das größte.
Die KatheÂdrale von Chartres ist zweiÂfellos eines der beeinÂdruckÂtesten gotiÂschen BauÂwerke. Es wird verÂmutet, dass die Templer ihre Finger im Spiel hatten, dass sie ihr gesamtes Wissen ĂĽber die Heilige GeoÂmetrie und Symbole in die Gestaltung der KatheÂdrale haben einÂflieĂźen lassen. (Kraftorte: Die KatheÂdrale von Chartres und die GeheimÂnisse und BotÂschaften der Templer)
Einen Hinweis liefert die Anordnung der Pfeiler und KapiÂtelle, die angeblich bestimmte proÂporÂtionale BezieÂhungen und symÂboÂlische BedeuÂtungen haben. VerÂeinÂfacht ausÂgeÂdrĂĽckt bestehen gotische GotÂtesÂhäuser aus einem steiÂnernen GerĂĽst mit gläÂsernen Wänden, die vor allem der Ă„sthetik dienen.

Ihre Epoche dauerte etwa 400 Jahre – vom 12. bis ins 16. JahrÂhundert. Sie begann einige JahrÂzehnte nach dem ersten Kreuzzug. Sie unterÂteilt sich in die FrĂĽh‑, die Hoch und die Spätgotik.
Es heiĂźt, dass die Templer in JeruÂsalem das geheime GöttÂliche Gesetz entÂdeckt haben, das die PrinÂzipien der „HeiÂligen GeoÂmetrie“ enthält, die ganz offenÂsichtlich einen groĂźen EinÂfluss auf die Gotik hatte.
Innerhalb von 100 Jahren entÂstanden in Europa 150 monuÂmentale KirÂchenÂbauten im Stil der HochÂgotik. Dazu zählen unter anderem der Kölner Dom, der SteÂphansdom in Wien und die KatheÂdrale von Chartres.
Bei diesen monuÂmenÂtalen BauÂwerken gab es keine ĂśberÂgangszeit und keinen zweiten Versuch. Die Gebäude wurden ohne UnterÂbreÂchung ferÂtigÂgeÂstellt und sie waren von Anfang an perfekt.
AufÂfällig ist, dass der Orden der TemÂpelÂritter und auch die Kunst der Gotik 1314 mit dem Tod des letzten GroĂźÂmeisters durch den ScheiÂterÂhaufen ein jähes und plötzÂliches Ende nahm.
Die KatheÂdrale von Chartres wurde aus zwei wichÂtigen GrĂĽnden errichtet: EinerÂseits um die VerÂehrung der Jungfrau Maria zu fördern, andeÂrerÂseits um die Macht und die Bedeutung der kathoÂliÂschen Kirche deutlich zu symbolisieren.
Es wird verÂmutet, dass der Grundriss der KatheÂdrale auf dem Prinzip des GolÂdenen Schnitts beruht. Die EntÂfernung zwiÂschen den einÂzelnen Säulen, die Länge des MitÂtelÂschiffs und der QuerÂschnitt sowie des Chors bilden ein VielÂfaches derÂselben Zahl.
KatheÂdralen im Sternbild Jungfrau
Markant sind auch die drei immer wieÂderÂkehÂrende Formen Kreis, Quadrat und Dreieck. Im FunÂdament des GotÂtesÂhauses sollen sie ein Abbild des Himmels darstellen.
Besucher, die planen, das auĂźerÂgeÂwöhnÂliche GotÂteshaus Mitte Juni zur SomÂmerÂsonÂnenÂwende zu besuchen, sollte dies um die MitÂtagszeit tun, denn am 21. Juni in der MitÂtagsÂstunde trifft ein SonÂnenÂstrahl durch eine kleine Ă–ffnung im Glas des ersten Fensters der WestÂmauer des QuerÂschiffs auf eine weiĂźe Fliese im Boden.
Die Kachel wurde offenÂsichtlich bewusst rechtÂeckig und schräg gelegt. In ihr wurde ein goldÂschimÂmernder metalÂlener Zapfen einÂgeÂlassen, den an diesem einen Tag im Jahr das SonÂnenÂlicht trifft. Nur ein Astronom kann auf so eine Idee kommen.
Bis heute ist eine Frage unbeÂantÂwortet geblieben: Welche BotÂschaft steckt in diesem seltÂsamen Schauspiel?
Seltsam ist auch, dass die KatheÂdrale von Chartres als einzige der vielen KatheÂdralen und Dome nicht nach Osten ausÂgeÂrichtet ist. Alle gotiÂschen KatheÂdralen in NordÂfrankÂreich ergeben aus der Luft betrachtet das Sternbild der Jungfrau. Dazu zählen unter anderem Reims, Amiens und Rouen. Sie sind der heiÂligen Jungfrau gewidmet.
Das Sternbild Jungfrau setzt sich aus allen Sternen, die darin vorÂkommen, zusammen. Jede der KatheÂdralen trägt einen anderen Aspekt der QuaÂlität der kosÂmiÂschen Mutter. Chartres steht an einer ganz besonÂderen Schnittstelle.
Dieser Ort ist kein Stern, sondern hier treffen sich die Essenzen aller QuaÂliÂtäten der JungÂfrauÂenÂkaÂtheÂdrale in einem einÂzigen Tempel.
Es soll sogar ein Chartres Elle geben, welches der hunÂdertÂtauÂsendste Teil zweier MeriÂdianÂgrade entÂspricht, gemessen auf dem BreiÂtengrad von Chartres. Das heiĂźt, dass die BauÂmeister den Umfang der Erde genau kannten – und das zu einer Zeit, als viele MenÂschen annahmen, die Erde wäre eine Scheibe.
Ein weiÂteres Geheimnis ist die besondere Farbe, die fĂĽr das Glas der KirÂchenÂfenster verÂwendet wurde. Diese Art von Glas wurde nur zur Zeit der HochÂgotik angeÂwendet. Das Besondere daran ist, dass das Glas auf den LichtÂeinfall nicht wie norÂmales FensÂterglas reagiert.
Wenn die SonÂnenÂstrahlen auf die bunten GlasÂstĂĽcke in den Fenstern treffen, verÂwandeln sie sich zu einem EdelÂstein, der das Licht nicht völlig durchÂlässt, sondern selber leuchtend wird.

Wie die Gotik selbst, tauchte dieses geheimÂnisÂvolle Glas im ersten Viertel des 12. JahrÂhunÂderts plötzlich auf und verÂschwand ebenso plötzlich gegen Mitte des 13. JahrÂhunÂderts wieder.
Es handelt sich offenbar um ein Werk der Alchemie. Die GlasÂmacher waren Meister ihres Fachs, die genau wussten, was sie taten. Sie fĂĽgten dem Glas Asche, Sand und Kobalt hinzu. Doch die genaue Rezeptur ist bis heute ein Geheimnis geblieben.
Eines der berĂĽhmÂtesten Fenster trägt den Namen „Unser Lieben Frau des Schönen Glases“. In dem Fenster ist die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem SchoĂź zu sehen.
AuĂźerdem soll in der KatheÂdrale die Tunika, die Maria bei Jesu Geburt getragen haben soll, gelagert worden sein. 876 soll König Karl der Kahle die Reliquie an diesen Ort gebracht haben.
Als das GotÂteshaus 1194 brannte, haben die Bewohner des Ortes geglaubt, dass Gott sie fĂĽr ihre SĂĽnden habe strafen wollen – doch wie durch ein Wunder soll das heilige Hemd unverÂsehrt wieder aufÂgeÂtaucht sein.
Es heiĂźt, Mönche hatten es rechtÂzeitig vor dem Inferno gerettet und in der Krypta unter der KatheÂdrale sicher verÂwahrt. Die EinÂwohner von Chartres deuÂteten das als ein Wunder und Zeichen der Jungfrau Maria, die KatheÂdrale wieder aufzubauen.
Bis zum heuÂtigen Tag fasÂziÂnieren KatheÂdralen ihre Besucher und hinÂterÂlassen eine einÂzigÂartige Energie, die auĂźerhalb von Raum und Zeit liegt. Man sagt, dass die Uhren in diesen geheimÂnisÂvollen GotÂtesÂhäusern anders gehen, was an der RaumÂzeitÂkrĂĽmmung liegen soll.
Mehr ĂĽber die GeheimÂnisse im Vatikan, die Anunnaki, Archonten und RepÂtiÂloiden lesen Sie im Buch „Die Welt-Illusion”.
Quellen: PublicDomain/Frank Schwede fĂĽr PRAVDA TV am 09.01.2025



























Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.